SZ: Der Gute Mensch Annette Schavan

Der Preuß’sche Hirnvirus scheint sich in der Süddeutschen Zeitung rasant auszubreiten: Nachdem bereits der Weichspüler Roland Preuß durch schlecht recherchierte und eingefärbte Artikel über die Plagiatorin Schavan aufgefallen war, zieht jetzt auch Dr. Heribert Prantl nach, der einem mit einem Mitleidsartikel die Krokodilstränen in die Augen treibt. Unfassbarerweise plädiert er dafür, Schwamm drüber zu wischen – den Titel möge man der armen Frau doch bitte belassen, wo sie doch so viel “geleistet” habe.

Heilige Dreifaltigkeit

Die Heilige Dreifaltigkeit: Prantl – Schavan – Preuß

Möglicherweise hat der Preuß’sche Hirn-Virus ja Ängste bei der Doktor-Generation ausgelöst, die noch auf Schreibmaschine oder mit mit Pfauenfeder ihre Dissertationen verfasst haben – wer weiß, wer sich für ihre Plagiate Werke interessiert? Vielleicht leidet Prantl aber auch noch unter seinem angeblichen Koch-Erlebnis mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgericht, Andreas Voßkuhle, dem er einfach mal “plagiierend” beigewohnt haben wollte und das sich nach der Recherche von Plagiatsjägern Kollegen als Fantasieprodukt entpuppte.

Prantl verdrängt oder vergisst bei seinem Plädoyer für Annette Schavan und ihre “Leistungen”, dass diese selbst ihre Ziele mit katholischer Unbarmherzigkeit verfolgt:

Den “linksextremistischen” Lehramtsbewerber Michael Csaszkóczy hatte sie als Kultusministerin in Baden-Württemberg zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt und seine Verbeamtung blockiert, weil er sich gegen Faschismus engagiert hatte.

Im Falle der aus Afghanistan stammenden Fereshta Ludin hat sie ein Exempel statuieren wollen und ihre Einstellung wegen eines Kopftuches verhindert.

Herr Prantl und die SZ sollten vielleicht diese Lebensleistung bei ihrem öffentlich unerträglich vorgetragenen Mitgefühl mit berücksichtigen.

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One thought on “SZ: Der Gute Mensch Annette Schavan

  1. muxx Februar 7, 2013 um 5:18 nachmittags Reply

    Offenbar hat der Preuß’sche Hirnvirus auch die – ach so unabhängige – Taz heimgesucht. Zumindest scheint es den Bildungsredakteur Bernd Kramer erwischt zu haben: In seinem Kommentar ‘Titel und Autorität verloren’ (Link siehe unten) spricht er sich zwar knirschend für den Rücktritt der Ministerin aus, zugleich bezeichnet er ihr dreistes Plagiat jedoch völlig unzutreffend als einen “Grenzfall”, den man so oder so behandeln könne. Des Weiteren heißt es dort:

    “Schavan zählt nicht wie Karl-Theodor zu Guttenberg zu den notorischen Blendern. Ihre Zitierweise ist nicht ideal. Man kann ihr dafür den Titel aberkennen. Man muss nicht.”

    Dieses Herunterspielen einer gut dokumentierten, erdrückenden Beweislage, hat mich so aufgeregt, dass ich einen – etwas aufgeregten – Kommentar zum Kommentar verfasst habe, der natürlich zensiert wurde (womöglich von Kramer selbst). Und zwar Folgendes:

    Der Fall Schavan ist kein “Grenzfall”, wie es im Artikel beschwichtigend heißt. Nein, es ist ein eindeutiger Fall von Plagiarismus im großen Stil. Eindeutig! Nicht 90% wie bei Guttenberg, aber immer noch ein so fetter Anteil an bewusstem Blendwerk, dass das Votum des akademischen Gremiums entsprechend eindeutig ausfallen musste. Musste! Von Grenzfall kann hier keine Rede sein!

    Dieser Umstand ist nicht nur für Annette Schavan blamabel, sondern auch für den hiesigen Autor und Bildungsredakteur Bernd Kramer, der es als Kommentator offenbar nicht auf die Reihe bringt, die Faktenlage zu sondieren – wofür fünf Minuten auf schavanplag ausgereicht hätten.

    Die von Schavan und anderen Scharlatanen geschickt inszenierte Abschwächungskampagne (“Flüchtigkeitsfehler” etc.) zeigt offenbar Wirkung bis hinein in die Redaktionsstube der taz. Wie peinlich! Wie naiv! Der Rücktritt vom Redakteuersposten wäre m. E. angebracht.


    Hier noch der Link:
    http://www.taz.de/Kommentar-Annette-Schavan/!110496/

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