Archiv der Kategorie: Guttenberg

Dr. plag. Schavan versus Dr. plag. Guttenberg

Dass es im Falle der Plagiatorin Annette Schavan in der Berichterstattung der deutschen Medien auffällig oft und viele Bagatellisierungsversuche gab und gibt, beschränkt sich nicht allein auf die Tatsache, dass Heike Schmoll von der FAZ die vom Blog „Causa Schavan“ als Lebensgefährtin von Schavan geoutet ist und Dr. Heribert Prantl von der SZ ein Cusanuswerk-Stipendiat, dessen Leiterin Schavan einst war. Hinzu kommt einerseits die naive Unwissenheit und Inkompetenz der meisten Journalisten – aber auch die arglistige Verschleierung durch zweifelsfrei gebildete Exemplare wie Prantl selbst, die in verblüffender Weise der leitenden Täuschungsabsicht von Schavan in ihrer gefakten Dissertation von 1980 gleicht:

Heilige Dreifaltigkeit

Die katholische Cusanuswerk-Mafia

Während man immer gerne Nebelkerzen wirft und verharmlosend behauptet, Schavans Plagiat sei ja nicht im Entferntesten mit dem des Blenders Guttenberg vergleichbar  (Was in der Tat stimmt, allerdings in gänzlich anderer Hinsicht, als man dem Publikum vorgaukeln möchte …), möchten die Schavanisten uns Glauben machen, Guttenberg sei der Maßstab, der Standard für Plagiate.

Dies ist mitnichten der Fall, denn Guttenbergs Copy&Paste-Plagiat ist simpel und geradezu entwürdigend dümmlich. Karl-Theodor zu Guttenberg ist unter den Kriminellen eher mit dem kleinen Handtaschendieb vergleichbar, während sich Schavan mit ihrem ausgeklügelten und verschlagenen Plagiat auf der Ebene der Mafia bewegt – und eine ungeheure kriminelle Energie offenbart.

Die Abiturientin Annette Schavan hat sich in der Tat sehr viel Mühe gegeben, um den Leser hinters Licht zu führen: einigermaßen geschickt, kopierte sie die Erkenntnisse anderer und formulierte sie lediglich etwas um – versagte dabei aber oft kläglich und zeigte damit ihre tatsächliche Inkompetenz, die ihrem Doktorvater und dem Zweitgutachter dennoch verborgen blieben.

Was einen fast sprachlos macht, ist die unfassbare Dreistigkeit dieser Betrügerin.

CDU nominiert Plagiatorin Schavan mit 96% Mehrheit

Da hat wohl der Teufel seine Hand im Spiel: Gestern Abend hat die Christlich Demokratische Union (CDU) die Plagiatorin Annette Schavan mit DDR-verdächtigen 96% der abgegebenen Stimmen erneut als Bundestagskandidatin für die Wahl im September nominiert.

hochnäsige Schavan

Danke, Oh mein Satan!

Noch 2008 hatte sie bei 3 Gegenkandidatin nur knapp 57% bekommen, was in der CDU einer Schmähung gleich kam. Die Ulmer, denen Schavan als Ministerin ziemlich viele Forschungsgelder (also Steuergelder) zufließen ließ, haben sich also als dankbar erwiesen.

Damit steht einem Einzug als Bundestagsabgeordnete am 22. September 2013 eigentlich nur noch der Wähler entgegen.

CeBIT 2011 - Merkel Schavan Brüderle

SMS von Guttenberg

Schavan geht in die Verlängerung – mit Kanzlerin Merkel

Gestern traf der 15-köpfige Fakultätsrat der Universität Düsseldorf – erwartungsgemäß – eine vorläufige Entscheidung: Man will ein Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels einleiten. Damit ist die nächste Runde in der Never-Ending-Story um die Skandal-Ministerin Annette Schavan eingeläutet.

Schavan wartet

Ist es Evas Apfel oder ein Adamsapfel?

So mancher eingekaufte Funktionär aus den von Schavans Ministerium bezahlten Wissenschaftsorganisationen mag jetzt Verschwörungstheorien in Umlauf bringen, um im ministeriellen Auftrag vom Promotionsbetrug der Immer-noch-Ministerin abzulenken.

Allerdings ist es angesichts des andauernden Feuers von Schavans Soldaten und der Panne mit dem ersten Gutachten auch nicht verwunderlich, wenn die Uni Düsseldorf peinlichst genau darauf achten möchte, keine Fehler in dieser Sache mehr zu machen.

Schavan hat diese komplizierte Lage letztendlich selbst verschuldet, indem sie wie Guttenberg und alle anderen Pattex-Politiker alles leugnet und bigott ihre Unschuld erklärt, obwohl sie (und Gott) die Wahrheit über ihr Plagiat selbst kennt.

Unabhängig vom Ausgang dieser Farce steht aber jetzt schon eine Verliererin fest: Bundeskanzlerin Merkel. Sie und die Regierungspartei CDU werden nun in den nächsten Monaten bis zur Bundestagswahl und vielleicht sogar darüber hinaus für das Plagiat und die Lügen Schavans bezahlen müssen.

Denn mit dem Namen Annette Schavan wird von nun an immer der Terminus „Plagiat“ verbunden sein und Guttenberg ablösen.